Bedingt durch den relativ engen und flachen Golf von Aden, im Süden des Roten Meeres, wird der Wasseraustausch mit dem Indischen Ozean enorm behindert. Dies führt zu einem überdurchschnittlich hohen Salzgehalt von 4,2 Prozent, was wiederum zur Folge hat, dass das Planktonwachstum vermindert wird und die Sichtweiten dadurch sehr gut sind. Die Wassertemperaturen schwanken im Jahresverlauf von 20° bis 29° Celsius.
Insgesamt gibt es im Roten Meer fast 2000 Kilometer Korallenriffe, die neben den zahlreichen Wracks zu den Hauptattraktionen unter Wasser gehören. Die Riffe unterscheiden sich in Saumriffe, die im Süden ab El Quseir unmittelbar am Strand beginnen und in Fleckriffe die teils in der Nähe der Küste sind, (zum Beispiel Giftun Islands vor Hurghada oder das berühmte Elphinstone Reef vor Port Ghalib) und teils von Freiwasser umgeben (zum Beispiel Brothers Island nordöstlich von El Quseir oder Deadalus südöstlich von Marsa Alam).
Je nach Gebiet, Jahreszeit und Strömung lassen sich unter anderem folgende Tiere unter Wasser bewundern:
Weißspitzen-Hochseehaie (Longimanus), Grauen Riffhaie, Schildkröten, Barakudas, Seekühe, Napoleonfische, Wimpel-, Drücker-, Kaiser-, Rotfeuer-, Skorpion-, Anemonen-, Kugel- und Igelfische, Blaupunkt- und Adlerrochen, Kraken und Muränen. Der Anteil an Großfischen ist insgesamt geringer als im Indischen Ozean.
Tauchgebiete Ägypten
Tauchen Abu Fendera
Großer Fischreichtum in Kombination mit farbenprächtigen Korallen versprechen interessante Tauchgänge nahe der sudanesischen Grenze.
Tauchen Abu Nuhas
Der Spot für Wrackfreunde im nördlichen Roten Meer.