Aquaventure Tauchreisen AGB Samstag, 19.08.2017
Aquaventure Tauchreisen AGB

AGB

Reise- und Geschäftsbedingungen der Aquaventure Tauchreisen GmbH Hannover

Die nachfolgenden Allgemeinen Reise- und Geschäftsbedingungen (ARGB) werden, soweit wirksam vereinbart, Inhalt des zwischen dem Kunden und dem Reiseveranstalter Aquaventure Tauchreisen GmbH - nachfolgend Reiseveranstalter genannt - zu Stande kommenden Reisvertrages. Sie ergänzen die gesetzlichen Vorschriften der §§ 651 a-m BGB und der §§ 4-11 BGB-InfoV und füllen diese aus.

1. Abschluss des Reisevertrages

a) Grundlage für den Reisevertrag sind die Reiseausschreibung und die ergänzenden Informationen des Reiseveranstalters in Textform für die jeweilige Reise, soweit diese dem Kunden bei Buchung vorliegen.

b) Mit der Reiseanmeldung bietet der Kunde dem Reiseveranstalter den Abschluss eines Reisevertrages verbindlich an. Die Anmeldung kann mündlich, fernmündlich oder in Textform vorgenommen werden. Dem Reisegast wird empfohlen, diese Anmeldung in Textform per E-Mail oder per Fax abzugeben.

c) Der Kunde haftet für alle Verpflichtungen von durch ihn mit angemeldeten Reiseteilnehmern aus dem Reisevertrag, sofern er diese Verpflichtung durch ausdrückliche, gesonderte Erklärung in Textform übernommen hat.

d) Mit der Reisebestätigung in Textform durch den Reiseveranstalter wird der Vertrag verbindlich.

Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der Anmeldung ab, so liegt ein neues Angebot des Reiseveranstalters vor, an das er für die Dauer von 10 Tagen ab Zugang der Reisebestätigung gebunden ist und das der Kunde innerhalb dieser Frist annehmen kann. Der Vertrag kommt auf Grundlage des neuen Angebots zustande, wenn der Kunde innerhalb der 10-Tages-Frist dem Reiseveranstalter die Annahme durch ausdrückliche Erklärung oder Anzahlung erklärt.

2. Bezahlung

Mit Vertragsschluss und nach Aushändigung eines Sicherungsscheines der R + V Versicherung ist eine Anzahlung zu leisten, die auf den Reisepreis angerechnet wird. Sie beträgt, soweit in der Reisebestätigung nicht anders aufgeführt, 15% des Reisepreises. In besonderen Fällen (z.B. zur Einhaltung von Fristen für die Ausstellung der Flugtickets) kann der Reiseveranstalter nach Absprache mit dem Reisegast eine höhere Anzahlung fordern. Die Prämie für die Reiserücktrittskostenversicherung wird mit der Anzahlung fällig.

Der Restbetrag ist, falls in der Reisebestätigung nichts Abweichendes vereinbart ist, 4 Wochen vor Reisebeginn zahlungsfällig. Die Reiseunterlagen werden umgehend nach Zahlung des vollständigen Reisepreises ausgehändigt.

Liegt das Abreisedatum weniger als 4 Wochen nach dem Vertragsschluss, so ist der gesamte Reisepreis nach Aushändigung des Sicherungsscheines sofort zahlungsfällig.

Für eventuelle Mehrkosten oder Probleme, die sich aus verspäteten Zahlungen ergeben, haftet der Kunde.

Leistet der Kunde die Anzahlung und/oder die Restzahlung nicht entsprechend den vereinbarten Zahlungsfälligkeiten, so ist der Reiseveranstalter berechtigt, nach Mahnung mit Fristsetzung vom Reisevertrag zurückzutreten und den Kunden mit Rücktrittskosten gemäß Ziffer 6.1 zu belasten.

3. Leistungen

a) Der Umfang der vertraglichen Leistungen ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung im Internet, aus einem Prospekt und aus den Angaben in der Reiseanmeldung und -bestätigung.

b) Nebenabreden, die im Gegensatz zu den Reisebedingungen und Leistungsbeschreibungen stehen, bedürfen für ihre Verbindlichkeit einer Bestätigung des Reiseveranstalters in Textform.

c) Darüber hinausgehende Zusagen der Buchungsstelle oder des Reisebüros an den Reisegast sind unwirksam. Ebenso unwirksam sind Zusagen der Reiseleitung während der Reise.

4. Leistungsänderungen

a) Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Reisevertragsschluß notwendig werden und nicht vom Reiseveranstalter wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind, den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen und dem Reisegast zumutbar sind. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind. Der Reiseveranstalter ist verpflichtet bei Kenntnisnahme von Leistungsänderungen, den Reisegast über diese unverzüglich zu informieren.

b) Im Fall der erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung kann der Reisende vom Vertrag zurücktreten oder stattdessen die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn der Veranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten.

Der Kunde hat diese Rechte unverzüglich nach der Erklärung des Reiseveranstalters über die Änderung der Reiseleistung oder die Absage der Reise diesem gegenüber geltend zu machen.

Einen notwendig werdenden Wechsel der Fluggesellschaft, des Fluggerätes, des Flugplanes, eine Umwandlung von Nonstop- Flügen in Flüge mit Zwischenlandungen bzw. Umsteigeflügen behalten wir uns vor, sofern die Gründe nicht in der Verantwortung des Reiseveranstalters liegen.

5. Preisänderungen

Dem Reiseveranstalter bleiben Änderungen des ausgeschriebenen und mit der Buchung bestätigten Preises vorbehalten, wenn sich Änderungen der Wechselkurse, des Kerosinzuschlags, der Abgaben wie Hafen- und Flughafengebühren, Einreisegebühren oder Luftsicherheitskosten ergeben.

Erhöhen sich die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Beförderungskosten, insbesondere die Treibstoffkosten, so kann der Veranstalter den Reisepreis nach Maßgabe der nachfolgenden Berechnung erhöhen:

a) Bei einer auf den Sitzplatz bezogenen Erhöhung kann der Veranstalter vom Reisenden den Erhöhungsbetrag verlangen.

b) In anderen Fällen werden die vom Beförderungsunternehmen pro Beförderungsmittel geforderten, zusätzlichen Beförderungskosten durch die Zahl der Sitzplätze des vereinbarten Beförderungsmittels geteilt. Den sich so ergebenden Erhöhungsbetrag für den Einzelplatz kann der Veranstalter vom Reisenden verlangen.

Werden die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Abgaben gegenüber dem Veranstalter erhöht, so kann der Reisepreis um den entsprechenden, anteiligen Betrag heraufgesetzt werden.

Sofern der Reisepreis wegen Änderung des Wechselkurses erhöht wird, hat er dem Reisenden offen zu legen, welcher Kurs er zu welchem Zeitpunkt für die Reiseausschreibung ursprünglich zu Grunde gelegt hat, wobei der Stichpunkt für die Wechselkursänderung nach dem Tag des Vertragsschlusses ist.

Eine Reisepreisänderung ist für den Veranstalter nur möglich, soweit der Abreisetermin mehr als 4 Monate nach Vertragsschluss liegt. Eine Preisänderung ist nur bis zum 21. Tag vor Reiseantritt zulässig.

Bei einer Preiserhöhung von mehr als 5% des Reisepreises ist der Reisegast innerhalb von 10 Tagen durch eine Erklärung in Textform zum gebührenfreien Rücktritt berechtigt oder kann die Teilnahme an einer gleichwertigen Reise verlangen, wenn der Reiseveranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisegast anzubieten. Der Reisegast hat diese Rechte unverzüglich nach der Erklärung vom Reiseveranstalter über die Preiserhöhung diesem gegenüber geltend zu machen. Tritt der Reisegast vom Vertrag zurück, erstattet der Reiseveranstalter die bis dahin geleistete Zahlung unverzüglich.

6. Rücktritt durch den Kunden

Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten. Der Rücktritt ist gegenüber dem Reiseveranstalter unter der am Ende der ARGB angegebenen Anschrift zu erklären. Falls die Reise über ein Reisebüro gebucht wurde, kann der Rücktritt auch diesem gegenüber erklärt werden. Dem Kunden wird empfohlen, den Rücktritt in Textform zu erklären.

Tritt der Kunde vor Reisebeginn zurück, so verliert der Reiseveranstalter den Anspruch auf den Reisepreis. Stattdessen kann der Reiseveranstalter, soweit der Rücktritt nicht von ihm zu vertreten ist oder ein Fall höherer Gewalt vorliegt, eine angemessene Entschädigung für die bis zum Rücktritt getroffenen Reisevorkehrungen und seine Aufwendungen in Abhängigkeit von dem jeweiligen Reisepreis verlangen.

Der Reiseveranstalter hat diesen Entschädigungsanspruch zeitlich gestaffelt, d. h. unter Berücksichtigung der Nähe des Zeitpunktes des Rücktritts zum vertraglich vereinbarten Reisebeginn in einem prozentualen Verhältnis zum Reisepreis pauschaliert und bei der Berechnung der Entschädigung gewöhnlich ersparte Aufwendungen und gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendungen der Reiseleistungen berücksichtigt. Die Entschädigung wird nach dem Zeitpunkt des Zugangs der Rücktrittserklärung des Kunden wie folgt berechnet:

a) Vermittlung von Linienflügen:
Fristen und Stornobeträge werden in Abhängigkeit zu den dem Reiseveranstalter seitens der Leistungsträger in Rechnung gestellten Stornogebühren festgesetzt. Die Fristen und Stornobeträge werden dem Kunden vor der Buchung bekannt gegeben.

b) Flugpauschalreisen mit Linienfluggesellschaften:
bis zum 36. Tag vor Beginn der ersten Leistung des Gesamtpaketes: 20%
ab dem 35. bis 26. Tag vor Beginn der ersten Leistung des Gesamtpaketes: 30%
ab dem 25. bis 15. Tag vor Beginn der ersten Leistung des Gesamtpaketes: 40%
ab dem 14. bis 8. Tag vor Beginn der ersten Leistung des Gesamtpaketes: 60%
ab dem 7. bis 1. Tag vor Beginn der ersten Leistung des Gesamtpaketes: 80%
ab 24 Stunden vor Beginn der ersten Leistung des Gesamtpaketes: 95%

c) Gruppenpauschalreisen mit Linienfluggesellschaften:
bis zum 92. Tag vor Beginn der ersten Leistung des Gesamtpaketes: 20%
ab dem 91. bis 57. Tag vor Beginn der ersten Leistung des Gesamtpaketes: 35%
ab dem 56. bis 36. Tag vor Beginn der ersten Leistung des Gesamtpaketes: 50%
ab dem 35. bis 22. Tag vor Beginn der ersten Leistung des Gesamtpaketes: 60%
ab dem 21. bis 15. Tag vor Beginn der ersten Leistung des Gesamtpaketes: 70%
ab dem 14. bis 8. Tag vor Beginn der ersten Leistung des Gesamtpaketes: 80%
ab dem 7. bis 1. Tag vor Beginn der ersten Leistung des Gesamtpaketes: 90%
ab 24 Stunden vor Beginn der ersten Leistung des Gesamtpaketes: 95%

d) Liveaboard, Bootscharter, Sonderreisen, Andere:
Die von der Pauschalstaffel abweichenden Fristen und Stornobeträge werden dem Kunden vor der Buchung bekannt gegeben.

Es wird darauf hingewiesen, dass der Nichtantritt der Reise ohne ausdrückliche Rücktrittserklärung nicht als Rücktritt vom Reisevertrag gilt, sondern in diesem Fall der Reisegast zur vollen Bezahlung des Reisepreises verpflichtet bleibt.

Dem Kunden bleibt es in jedem Fall unbenommen, dem Reiseveranstalter nachzuweisen, dass diesem überhaupt kein oder ein wesentlich niedrigerer Schaden entstanden ist, als die von ihm geforderte Pauschale.

Der Reiseveranstalter behält sich vor, in Abweichung von den vorstehenden Pauschalen eine höhere, konkrete Entschädigung zu fordern, soweit der Reiseveranstalter nachweist, dass ihm wesentlich höhere Aufwendungen als die jeweils anwendbaren Pauschalen entstanden sind. In diesem Fall ist der Reiseveranstalter verpflichtet, die geforderte Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen und einer etwaigen, anderweitigen Verwendung der Reiseleistungen konkret zu beziffern und zu belegen.

Der Reiseveranstalter empfiehlt auf jeden Fall den Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung.

7. Umbuchung

Ein Anspruch des Kunden nach Vertragsabschluss auf Änderungen hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft oder der Beförderungsart (Umbuchung) besteht nicht. Wird auf Wunsch des Kunden dennoch eine Umbuchung vorgenommen, kann der Reiseveranstalter bei Einhaltung der nachstehenden Fristen ein Umbuchungsentgelt pro Kunden erheben. Dieses beträgt:

a) bei der Vermittlung von Linienflügen:
sofern überhaupt möglich, individuell zu berechnendes Umbuchungsentgelt

b) bei Flugpauschalreisen mit Linienfluggesellschaften:
bis zum 36. Tag vor Reiseantritt des Gesamtpaketes € 100

c) Gruppenpauschalreisen mit Linienfluggesellschaften:
bis zum 92. Tag vor Reiseantritt des Gesamtpaketes € 100

d) Liveaboard, Bootscharter, Sonderreisen, Andere:
sofern überhaupt möglich, individuell zu berechnendes Umbuchungsentgelt

Umbuchungswünsche des Kunden, die nach Ablauf der Fristen erfolgen, können, sofern ihre Durchführung überhaupt möglich ist, nur nach Rücktritt vom Reisevertrag gemäß Ziffer 6.a bis 6.d zu den Bedingungen und gleichzeitiger Neuanmeldung durchgeführt werden. Dies gilt nicht bei Umbuchungswünschen, die nur geringfügige Kosten verursachen.

8. Ersatzperson

Bis zum Reisebeginn kann sich der Reisegast gemäß § 651 b BGB bei der Durchführung der Reise durch einen Dritten ersetzen lassen. Der Reiseveranstalter erhebt dafür pro Person ein Serviceentgelt in Höhe von 30 Euro Gebühr. Soweit durch den Personenwechsel weitere Kosten seitens der Leistungsträger (z.B. für die erneute Ticketausstellung etc.) anfallen, werden diese gesondert belastet. Der Reiseveranstalter kann dem Wechsel in der Person des Reisenden widersprechen, wenn der Dritte den besonderen Erfordernissen in Bezug auf die Reise nicht genügt oder gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen.

Der Reisende und der Dritte haften dem Reiseveranstalter als Gesamtschuldner für den Reisepreis und die durch die Teilnahme des Dritten entstehenden Mehrkosten.

9. Nicht in Anspruch genommene Leistungen

Nimmt der Reisegast einzelne Reiseleistungen, die ihm ordnungsgemäß angeboten wurden, infolge vorzeitiger Rückreise, wegen Krankheit oder aus anderen, nicht vom Reiseveranstalter zu vertretenden Gründen nicht in Anspruch, so besteht kein Anspruch des Reisegastes auf anteilige Rückerstattung. Der Reiseveranstalter wird sich bei den Leistungsträgern um Erstattung der ersparten Aufwendungen bemühen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn es sich um unerhebliche Leistungen handelt, oder, wenn einer Erstattung gesetzliche oder behördliche Bestimmungen entgegenstehen. Der Reiseveranstalter darf 20% des von den Leistungsträgern vergüteten Betrages als Ausgleich für zusätzliche Mühen und Kosten einbehalten.

10. Rücktritt und Kündigung durch den Reiseveranstalter

Der Reiseveranstalter kann in folgenden Fällen vor Antritt der Reise vom Reisevertrag zurücktreten oder nach Antritt der Reise den Reisevertrag kündigen:

a) ohne Einhaltung einer Frist:
Wenn der Reisegast die Durchführung der Reise, ungeachtet einer Abmahnung durch den Reiseveranstalter, nachhaltig stört, oder wenn er sich in einem solchem Maße vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. Kündigt der Reiseveranstalter, so behält er den Anspruch auf den Reisepreis; er muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen, sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung erlangt, einschließlich der ihm von den Leistungsträgern erstatteten Beträge.

b) bis vier Wochen vor Reisebeginn wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl wenn er

aa) in der jeweiligen Reiseausschreibung die Mindestteilnehmerzahl beziffert sowie den Zeitpunkt, bis zu welchem vor dem vertraglich vereinbarten Reisebeginn dem Reisenden spätestens die Erklärung zugegangen sein muss, angegeben hat und

bb) in der Reisebestätigung lesbar auf diese Angaben hingewiesen hat.

Ein Rücktritt ist spätestens am 28. Tag vor dem vereinbarten Reiseantritt dem Kunden gegenüber zu erklären.

Sollte bereits zu einem früheren Zeitpunkt ersichtlich sein, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden kann, hat der Reiseveranstalter unverzüglich von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch zu machen.

Wird die Reise aus diesem Grund nicht durchgeführt, erhält der Kunde auf den Reisepreis geleistete Zahlungen unverzüglich zurück.

11. Haftung des Reiseveranstalters

Der Reiseveranstalter haftet im Rahmen der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Kaufmanns. Er ist verpflichtet, die Reise so zu erbringen, dass sie die zugesicherten Eigenschaften hat und nicht mit Fehlern behaftet ist, die den Wert oder die Tauglichkeit zu dem gewöhnlichen oder nach dem Vertrag vorausgesetzten Nutzen aufheben oder mindern.

Insbesondere haftet der Reiseveranstalter für die gewissenhafte Reisevorbereitung, die sorgfältige Auswahl und Überwachung der Leistungsträger, die Richtigkeit der Beschreibung der im Katalog oder im Prospekt angegebenen Reisedienstleistungen und die ordnungsgemäße Erbringung der vertraglich vereinbarten Reiseleistungen.

12. Beschränkung der Haftung

12.1 Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters für Schäden, die nicht aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit resultieren, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt,

a) soweit ein Schaden des Kunden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird

oder

b) soweit der Reiseveranstalter für einen dem Kunden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.

Möglicherweise darüber hinausgehende Ansprüche im Zusammenhang mit Reisegepäck nach dem Montrealer Übereinkommen bleiben von der Beschränkung unberührt.

12.2 Der Reiseveranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen- und Sachschäden im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. Tauchaktivitäten, Ausflugsprogramme, Abendveranstaltungen), wenn diese Leistungen in der Reiseausschreibung und der Buchungsbestätigung ausdrücklich und unter Angabe des vermittelten Vertragspartners als Fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet werden, dass sie für den Reisenden erkennbar nicht Bestandteil der Reiseleistungen des Reiseveranstalters sind.

12.3 Der Reiseveranstalter haftet jedoch

a) für Leistungen, welche die Beförderung des Reisenden vom ausgeschriebenen Ausgangsort der Reise zum ausgeschriebenen Zielort, Zwischenbeförderungen während der Reise und die Unterbringung während der Reise beinhalten,

b) wenn und insoweit für einen Schaden des Reisenden die Verletzung von Hinweis-, Aufklärungs- oder Organisationspflichten des Reiseveranstalters ursächlich geworden ist.

Außerdem haftet der Reiseveranstalter in keinem Fall für Leistungen, die im Rahmen der Reise in Anspruch genommen werden, aber nicht vom Reiseveranstalter, sondern beispielsweise durch die Reiseleitung, das Hotel oder die Tauchbasis in eigener Verantwortung vermittelt werden.

Kommt dem Reiseveranstalter die Stellung eines vertraglichen Luftfrachtführers zu, so regelt sich die Haftung nach den Bestimmungen des Luftverkehrsgesetzes in Verbindung mit den Internationalen Abkommen von Warschau, Den Haag, Guadalajara und Montreal. Das Warschauer Abkommen beschränkt in der Regel die Haftung des Luftfrachtführers für Tod oder Körperverletzung sowie für Verluste oder Beschädigungen von Gepäck. Schäden am Reisegepäck oder Zustellungsverzögerungen sind unverzüglich an Ort und Stelle mittels Schadensanzeige der zuständigen Fluggesellschaft anzuzeigen. Die Anzeige innerhalb von 7 Tagen ist Voraussetzung für eine Haftung der Fluggesellschaft.

13. Mitwirkungspflicht des Reisegastes

13.1 Reiseunterlagen

Falls der Reisende seine Reisedokumente nicht rechtzeitig vor Abreise erhält, hat er den Reiseveranstalter umgehend zu benachrichtigen.

13.2 Mängelanzeige

Wird die Reise nicht vertragsgemäß erbracht, so kann der Reisende Abhilfe verlangen. Der Reisende ist aber verpflichtet, dem Reiseveranstalter einen aufgetretenen Reisemangel unverzüglich anzuzeigen. Unterlässt er dies schuldhaft, tritt eine Minderung des Reisepreises nicht ein. Dies gilt nur dann nicht, wenn die Anzeige erkennbar aussichtslos ist oder aus anderen Gründen unzumutbar ist.

Die Mängelanzeige ist durch den Reisenden unverzüglich dem Veranstalter über seine 24-Stunden-Notfallnummer mitzuteilen.

13.3 Gepäckverlust und Gepäckverspätung

Schäden oder Zustellungsverzögerungen bei Flugreisen empfiehlt der Veranstalter dringend unverzüglich an Ort und Stelle mittels Schadensanzeige (P.I.R.) der zuständigen Fluggesellschaft anzuzeigen. Fluggesellschaften lehnen in der Regel Erstattungen ab, wenn die Schadensanzeige nicht ausgefüllt worden ist. Die Schadensanzeige ist bei Gepäckverlust binnen 7 Tagen, bei Verspätung innerhalb 21 Tagen nach Aushändigung, zu erstatten. Im Übrigen ist der Verlust, die Beschädigung oder die Fehlleitung von Reisegepäck der Reiseleitung oder der örtlichen Vertretung des Veranstalters anzuzeigen.

13.4 Fristsetzung vor Kündigung

Will ein Kunde bzw. Reisender den Reisevertrag wegen eines Reisemangels der in § 615 c BGB bezeichneten Art nach § 615 e BGB oder aus wichtigem, dem Reiseveranstalter erkennbaren Grund wegen Unzumutbarkeit kündigen, hat er dem Reiseveranstalter zuvor eine angemessene Frist zur Abhilfeleistung zu setzen. Dies gilt nur dann nicht, wenn Abhilfe unmöglich ist oder vom Reiseveranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes, dem Reiseveranstalter erkennbares Interesse des Kunden bzw. Reisenden gerechtfertigt wird.

14. Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung

14.1 Ansprüche nach den §§ 651 c-f BGB hat der Kunde/Reisende spätestens innerhalb eines Monats nach vertraglich vorgesehener Beendigung der Reise ausschließlich gegenüber dem Reiseveranstalter unter folgender Anschrift geltend zu machen:

Aquaventure Tauchreisen GmbH
Geschäftsleitung
Georgstraße 50 B
30159 Hannover

14.2 Die Frist beginnt mit dem Tag, der dem Tag des vertraglichen Reiseendes folgt. Fällt der letzte Tag der Frist auf einen Samstag, Sonn- oder Feiertag am Sitz des Veranstalters, so tritt an dessen Stelle der nächste Werktag.

14.3 Nach Ablauf der Frist können Ansprüche nur geltend gemacht werden, wenn der Kunde/Reisende die Frist ohne eigenes Verschulden nicht einhalten konnte.

14.4 Die Frist aus 11.1 gilt auch für die Frist zur Anmeldung von Gepäckschäden, Zustellungsverzögerungen bei Gepäck oder Gepäckverlust im Zusammenhang mit Flügen gemäß Ziffer 10.3, wenn Ansprüche aus den §§ 651c Abs. 3, 651d, 651e Abs. 3 und 4 BGB geltend gemacht werden. Ein Schadensersatzanspruch wegen Gepäckbeschädigung ist binnen 7 Tagen, wegen Gepäckverlust bzw. -verspätung binnen 21 Tagen nach Aushändigung geltend zu machen.

14.5 Ansprüche des Reisenden nach den §§ 651c bis 651f BGB aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Veranstalters oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Veranstalters beruhen, verjähren in zwei Jahren.

Dies gilt auch für Ansprüche auf den Ersatz sonstiger Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Veranstalters oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Veranstalters beruhen.

14.6 Alle übrigen Ansprüche nach den §§ 651c bis 651f BGB verjähren in einem Jahr.

14.7 Die Verjährung beginnt mit dem Tag, an dem die Reise dem Vertrage nach enden sollte. Fällt der letzte Tag der Frist auf einen Samstag, Sonn- oder Feiertag am Sitz des Veranstalters, so tritt an dessen Stelle der nächste Werktag.

Schweben zwischen dem Kunden/Reisenden und dem Reiseveranstalter Verhandlungen über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Kunde/Reisende oder der Reiseveranstalter die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt frühestens 3 Monate nach dem Ende der Hemmung ein.

15. Informationspflichten über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens

Die EU-Verordnung zur Unterrichtung von Fluggästen über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens verpflichtet den Reiseveranstalter, den Kunden über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft sämtlicher im Rahmen der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen bei der Buchung zu informieren.

Steht bei der Buchung die ausführende Fluggesellschaft noch nicht fest, so ist der Reiseveranstalter verpflichtet, dem Kunden die Fluggesellschaft bzw. die Fluggesellschaften zu nennen, die wahrscheinlich den Flug durchführen wird.

Wechselt die dem Kunden als ausführende Fluggesellschaft genannte Fluggesellschaft, muss der Reiseveranstalter den Kunden über den Wechsel informieren. Er muss unverzüglich alle angemessenen Schritte einleiten, um sicherzustellen, dass der Kunde so rasch wie möglich über den Wechsel unterrichtet wird.

Die "Black List" ist auf folgender Internetseite abrufbar: http://www.aquaventure-tauchreisen.de/links/air-ban.

16. Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften

16.1 Der Reiseveranstalter wird Staatsangehörige eines Staates der Europäischen Union, in dem die Reise angeboten wird, über Bestimmungen von Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften vor Vertragsabschluss sowie über deren evtl. Änderungen vor Reiseantritt unterrichten. Für Angehörige anderer Staaten gibt das zuständige Konsulat Auskunft. Dabei wird davon ausgegangen, dass keine Besonderheiten in der Person des Kunden und eventueller Mitreisender (z.B. Doppelstaatsangehörigkeit, Staatenlosigkeit) vorliegen.

16.2 Der Kunde ist verantwortlich für das Beschaffen und Mitführen der notwendigen Reisedokumente, eventuell erforderliche Impfungen sowie das Einhalten von Zoll- und Devisenvorschriften. Nachteile, die aus dem Nichtbefolgen dieser Vorschriften erwachsen, z. B. die Zahlung von Rücktrittskosten, gehen zu seinen Lasten. Dies gilt nicht, wenn der Reiseveranstalter schuldhaft nicht, unzureichend oder falsch informiert hat.

16.3 Der Reiseveranstalter haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der Kunde ihn mit der Besorgung beauftragt hat, es sei denn, dass der Reiseveranstalter eigene Pflichten schuldhaft verletzt hat.

Stand: 7. November 2016

Reiseveranstalter:

Aquaventure Tauchreisen GmbH
Georgstraße 50 B
30159 Hannover
DEUTSCHLAND

Telefon: +49 (0)511 / 690 999 00
Telefax: +49 (0)511 / 690 999 01
E-Mail: info@aquaventure-tauchreisen.de
Web: www.aquaventure-tauchreisen.de

Geschäftsführung: Maik Solf, Andreas Rettig Amtsgericht Hannover: HRB 206380

Steuernummer der Aquaventure Tauchreisen GmbH 25/271/16102
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz: DE 288 188 700

Hinweis zur Kündigung wegen höherer Gewalt

Zur Kündigung des Reisevertrages wird auf die gesetzliche Regelung im BGB verwiesen, die wie folgt lautet:

"§ 651j: (1) Wird die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so können sowohl der Reiseveranstalter als auch der Reisende den Vertrag allein nach Maßgabe dieser Vorschrift kündigen. (2) Wird der Vertrag nach Absatz 1 gekündigt, so finden die Vorschriften des § 651e Abs. 3 Sätze 1 und 2, Abs. 4 Satz 1 Anwendung. Die Mehrkosten für die Rückbeförderung sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen. Im Übrigen fallen die Mehrkosten dem Reisenden zur Last."

Datenschutzhinweis:
Alle personenbezogenen Daten werden gemäß Bundesdatenschutzgesetz vertraulich behandelt und keinesfalls an Dritte weitergegeben.

Reiseversicherungen:
Wir empfehlen generell den Abschluss einer Reise-Rücktrittskosten-Versicherung und einer Auslands-Reisekrankenversicherung mit Rücktransport, sowie einer Dekokammerversicherung.

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